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Die Gefahren von Social Media

Realitätsverlust

Seit 2005 beschäftige ich mit Social Media, anfangs eher unbewusst, dass ich mit meinem Eintritt bei Xing auch ins Web 2.0 eingestiegen bin. Seit April 2009 und meiner Anmeldung bei Twitter immer bewusster. Spätestens in einer persönlichen Tiefphase im Jahr 2008 wurde mir bewusst: Internet kann süchtig machen. Das ist eine der Gefahren, die von Social Media im klassischen Sinne, also Netzwerken, ausgehen. Schnell verschwimmt die Grenze zwischen virtuell und real und Unbekannte werden zu vermeintlichen Freunden.

Rufschädigung

Allerdings sind dies nicht die Gefahren, die ich meine. Als ich 2008 in einem Start-Up hier in Berlin zu arbeiten begann, kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit Blogs und Twitter. Zum einen, weil ich meine Artikel in einer Bloganwendung (WordPress) schrieb und veröffentlichte, zum anderen weil das Unternehmen selbst ein Firmenblog führte. Ein recht unangenehmes Erlebnis aufgrund eines vermeintlich firmenschädlichen Eintrages von mir in diesem Blog machte mich zum ersten Mal aufmerksam darauf, welche Gefahren Social Media bergen kann.

Angreifbarkeit

An diese Episode musste ich heute denken, als ich im Workshop “Facebook für Fortgeschrittene” saß. Denn Social Media macht angreifbar. In dem Moment, in dem ich mich meiner Kundschaft und der Welt öffne, muss ich auch damit rechnen, dass sich Kritiker zu Wort melden. Ein aktuelles Beispiel ist die Facebook-Kampagne der Deutschen Bahn, die mit dem Chef-Ticket Schönwetter machen wollte und dafür eigens eine Fanpage einrichtete. Womit das Unternehmen nicht gerechnet hatte, war die Flut an Menschen, die sich auf der Pinnwand zu S21 und anderen Ärgernissen mit der Bahn austobten. Inzwischen ist die Seite verschwunden.

Das nenne ich ein klares Kommunikationsfail. Vermutlich hat man ein oder zwei Praktikanten an die Moderation der Seite gesetzt, die dann vollkommen überfordert waren. Es zeigt aber auch deutlich, mit welcher Arroganz große und etablierte Unternehmen noch immer ihren Kunden gegenüber stehen. Die Bahn hat Social Media schlicht unterschätzt. Wie viele andere große Namen sieht auch die Bahn die Internetgemeinde offenbar noch als eine kleine Gruppe verwuselter Nerds an, die als Kellerkinder vor ihren Rechnern ein Zombieleben führen.

Lösungswege?

Ein weiteres “schönes” Beispiel, wie man versucht, sich der Kritik zu stellen, ohne sich der Kritik stellen zu wollen, ist das Forum der GEZ. Nun ist sicher kaum zu erwarten, dass auch nur ein einziger Mensch in diesem Forum postet, wie toll er es findet, dass seine Gebühren für das Musikantenstadl und Pilcher-Filme verschleudert werden. Daher versucht die GEZ mit ihren Forumsregeln von vornherein den Schaden zu begrenzen: Sie setzt allen Ernstes Öffnungszeiten fest.

Fazit

Eines muss jedem Menschen, Unternehmer und jeder Firma klar sein: Der Schritt in die Welt 2.0 eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten zum eigenen Guten. Er ermöglicht auch anderen den Angriff. Je mehr man von sich preisgibt, desto angreifbarer wird man. Aber genau hier liegt auch die Stärke von Social Media. Denn ich habe als Teil dieser Welt die Wahl, darauf zu reagieren. Je nachdem, wie ich das tue, kann ich Kritiker überzeugen oder auch in ihrer Meinung bestärken.

Es gibt einige Unternehmen, die auf Angriffe recht kindisch reagieren und ihre Facebook-Fans wie kleine, dumme Kinder abkanzeln wollen. Allerdings sagt dies mehr über diejenigen aus, die für die Inhalte der Fanpage verantwortlich sind. Wäre ich deren Chef, gäbe es massiven Ärger und eine Abmahnung. Denn auch, wenn Fans bei Facebook nicht unbedingt direkte Kunden sind oder werden sollen, so werden zukünftige Kunden doch sehen, wie das Unternehmen mit Kritik umgeht. Ob ein Großkunde sich dann noch für meine Firma entscheiden wird?

Berlin ist textsicher, dafür sorgt textblicke. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen oder jemanden suchen, der sich um Ihre Social Media-Strategie kümmert, nehmen Sie Kontakt zu mir auf.

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3 comments to Die Gefahren von Social Media

  • Schade, dass du das Märchen von der Sucht auch son unreflektiert übernimmst. Ich behaupte viel mehr: Es gibt keinen Unterschied zwischen virtuell und real. Oder ist eine Beziehung nur virtuell, weil du die meiste Zeit mit der Person telefonierst? http://www.ennomane.de/2009/07/31/ich-fuehle-mich-diffamiert/

  • Die Frage, wie totalitär oder antisozial die sozialen Netzwerke heute schon sind oder sich noch entwickeln, werden wir wohl erst in den kommenden Dekaden wirklich erleben oder bewerten können. Ansatzweise ist allerdings schon jetzt erkennbar, dass auch in diesen virtuellen Gesellschaftsräumen die selben Grund-Gesetzmäßigkeiten anzutreffen sind wie in der “richtigen” Gesellschaft.
    Ob sich die Betreiber von web 2.0-Plattformen als intolerante oder prüde Hausherren aufspielen, die sich z.T. zensorisch in Szene setzen (der Kommentator selbst wurde z.B. bei XING mehrfach wegen eines nicht AGB-konformen Profilbildes mit Profilsperrung belegt); oder die Mitglieder ihren niedersten Instinkten per Mobbing über Denunziation bis hin zu Rufmord-Kampagnen freien Lauf geben… es menschelt eben ganz gewaltig in der virtuellen Welt. Je anonymer desto mehr.
    Andererseits werden diese Netzwerke auch für ihre Mitglieder zunehmend unverzichtbar, d.h. eine Nichtteilhabe kommt manchmal schon dem sozialen oder geschäftlichen Selbstmord nahe. Wenn das der alte Aldous Huxley noch miterlebt hätte….

    Schönes Leben noch in der wahren Welt!

    Siegfried Galter
    http://www.aliasx.de

  • admin

    @Enno: Ich übernehme keine Märchen, sondern reflektiere mich selbst. Besonders in meiner “Anfangszeit” im virtuellen Leben gab es eine sehr strikte Trennung zwischen real und virtuell. Irgendwann ging jedoch real zugunsten virtuell zurück und dann, ja, dann spreche ich von Sucht. Natürlich kann ich virtuelle Beziehungen auch in die reale Ebene heben und im Sinne von Social Media ist das ja auch durchaus erstrebenswert. Andererseits kann ich natürlich auch in der realen Welt entstandene Beziehungen mit in die virtuelle Welt nehmen, um die neuen Möglichkeiten der Kommunikation dort zu nutzen.
    Nur: nicht jeder Twitterer, mit dem ich viel über die Timeline kommuniziere, ist auch im realen Leben mein Freund. Und nicht jeder meiner Freunde aus der realen Welt ist mit mir über Social Media vernetzt.

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