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Meine Woche mit Google+

Was für ein Hype. Letzte Woche startete Google einen weiteren Versuch, ein soziales Netzwerk zu etablieren. Mit Buzz und Wave war das – wie man so hört und liest – nicht so wirklich gut gegangen. Nun also Google+. “Facebook-Killer” riefen die einen, “Facebook-Imitator” die anderen. Ich bin seit dem 30. Juni dabei und habe mir nun auch eine erste Meinung gebildet.

Zuerst einmal sind alle Äußerungen zu Google+ spekulativ, denn das Ganze ist noch eine Beta-Version und in der Testphase. Um dies zu verdeutlichen, findet sich ein “Feedback senden”-Button unten rechts. Wem immer etwas auffallen sollte, was er verändern würde, kann seine Ideen dorthin senden.

Google+ kombiniert das Follow-System von Twitter mit allen Möglichkeiten des Teilens von Facebook. Gegenüber Facebook hat es jedoch einige entscheidende Vorteile.

1. Als allererstes fiel mir sehr positiv auf, dass Google+ über die sichere https läuft. Facebook kann man mit https zwar auch benutzen, ABER eine erkleckliche Anzahl von Seiten und Apps werden damit nicht mehr oder nicht mehr richtig angezeigt.

2. Ich ordne meine Kontakte in Kreise ein. Diesen Kreisen kann ich verschiedene Bedeutungen zuordnen. Vorgeschlagen werden “Familie”, “Freunde” und “Bekannte”, es lassen sich jedoch auch eigene Kreise erstellen. (Die Zuordnung erfolgt per Drag&Drop, das ist ziemlich fancy und macht Spaß.) Je nachdem, wie sehr ich den Kontakten vertraue, kann ich beim Posten von Beiträgen, Bildern und Links entscheiden, ob diese allen zugänglich sein sollen oder nur bestimmten Kreisen. Darüber hinaus kann ich bspw. bei Bildern festlegen, dass diese nicht weitergeteilt werden dürfen. (Natürlich kann ich damit nicht verhindern, dass jemand dieses Bild herunterlädt und seinerseits postet.) Damit ist eines der großen Probleme von Facebook, die berühmt-berüchtigten Party-Bilder elegant gelöst. Denn habe ich einen Kreis mit Kollegen/Kunden und einen mit Freunden, poste ich “solche” Bilder einfach nur im Kreis “Freunde” und meine Kollegen/Kunden halten mich weiterhin für ein braves Mädchen. ;-)

Bevor jetzt ein Sturm der Entrüstung durch die Kommentare geht: Ich weiß, dass das grundsätzlich bei Facebook möglich ist. Ich habe dort Gruppen angelegt, die mehr sehen als andere. ABER Otto Normalfacebooker weiß oft nicht, wie das mit den Gruppen geregelt ist und postet darum der Einfachheit halber alles für jeden Kontakt sichtbar. Wer nicht weiß, wo er suchen muss, findet bei Facebook vieles nicht intuitiv. Das ist bei Google+ definitiv besser gelöst.

3. Prinzipiell sind die Möglichkeiten zum Erhalt der Privatsphäre sehr viel durchsichtiger als bei Facebook. Das meiste erschließt sich von selbst, ohne dass man sich durch 20 Ebenen klicken muss.

4. Die Sparks sind ein tolles Spielzeug. Hier kann man sich quasi zu jedem beliebigen Thema eine sich täglich aktualisierende Linkliste anlegen. So etwas fehlt Facebook schlichtweg.

5. Ich habe Google nie wirklich ausgereizt. Zwar habe ich ein Android-Telefon und darum auch ein Konto dort, aber genutzt habe ich es kaum. Das hat sich am 30.6. schlagartig geändert. Plötzlich nutze ich den Mail-Account bewusster, ich habe mir endlich einen Reader angelegt, der täglich wächst und der Kalender ist präsenter. Mein Profil hat Profil bekommen, während mein Facebook-Account ziemlich brach liegt.

6. Die Android-App für Google+ ist selten schön. Schlicht, einfach, übersichtlich, großartig. Bei der Facebook-App für Android hingegen überlege ich, ob ich sie ganz kicke. Denn mit dem Update auf die nächste Version möchte die App sehr viel tiefer in meine Privatsphäre eindringen als ich bereit bin zu zeigen. (Zugriff auf SMS bspw.)

7. Ziemlich großes Potenzial dürfte in den Hangouts stecken. Hiermit ist es möglich, einen ganzen Kreis oder ausgesuchte Personen zu einem Videochat einzuladen. Der gesamte Hangout kann auch gemeinsam ein Video schauen oder Dokumente bearbeiten. Wie cool ist das denn bitte für Freelancer wie mich? Ich kann mit meinem Kunden ein Briefing oder Korrekturen direkt durchgehen, ohne Umweg über komplizierte Telefonate oder ewiges Hin- und Herschicken von Dokumenten. Zukünftig sind auch durchaus ganze Webinare per Hangout denkbar, die ersten Ansätze dazu gibt es bereits.

Letzten Mittwoch hat Facebook (ziemlich genau eine Woche zu spät) die Integration von Skype verkündet. Aber auch Skype ist nicht ganz unproblematisch, was den Datenschutz angeht. Die Hangouts scheinen mir da eine wirkliche Alternative zu sein.

Fazit:

Ich werde sicherlich nicht meinen Facebook-Account komplett auflösen. Ich werde Facebook vermutlich nicht mehr mit vielen Updates versehen. Je mehr von meinen Kontakten auf Google+ “landen”, desto überflüssiger wird Facebook als Kommunikationskanal für mich. Allerdings wird eben nicht jeder zu Google+ kommen.

Eine Prognose verkneife ich mir an dieser Stelle. Dafür ist das Kind noch zu klein und fällt noch zu oft auf die Nase. Aber es ist ein hübsches Kind, das zudem über viel Hirn verfügt. Ihm beim Wachsen zuzusehen, dürfte Spaß machen. Es kommt jetzt darauf an, was die Eltern aus diesem Kind machen, ob sie seine Potenziale fördern oder eben nicht.

Ich mag Google+.

P.S.: Die textblicke lassen sich nun auch “pluseinsen”.

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1 comment to Meine Woche mit Google+

  • Bin auch in etwa Deiner Meinung.
    Zur aktuellen Android-Geschichte kann ich naturgemäß nicht viel sagen.
    “Bildtelefonie” ist aber auch mit Skype oder “iChat” (auch mit mehreren Nutzen gleich eingebaut) möglich ;)

    “.. und meine Kollegen/Kunden halten mich weiterhin für ein braves Mädchen. ;-) …”
    Und jetzt will ich mehr Partybilder von Dir sehen! :-D

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